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TAI 24 Top News

Kahlschlag im AUA-Management: rote Karte für fünf Bereichsleiter - Wechsel auch im Vorstand

In den zurückliegenden Wochen fanden bei der AUA für das Management Assesments statt. Jetzt müssen fünf Bereichsleiter ihren Hut nehmen und auch der Vorstandsvertrag von Peter Malanik wird nicht mehr verlängert. Er muss mit Jahresende gehen.

Den Hut nehmen müssen neben Personalchef Richard Piller und Robert Peterka (Mitarbeiter Pilers) auf Christian Fitz (der Pilot war Betriebsrat, zwischenzeitig Chef von Lauda Air und zuletzt Chef der Tyrolean), Thomas Surritsch (ebenfalls früher Chef von Lauda Air und zuletzt für das Ground-Handling zuständig) sowie Kurt Sauerzopf (verantwortlich bei der AUA für die Star Alliance).

Neuer Personalchef wird der bisherige IT-Leiter Michael Ruplitsch. Die Bodenabfertigung inklusive Hubsteuerung wird zusammengelegt, deren Leiter soll Markus Christl werden, der sich bisher um die Hubsteuerung kümmerte.

Die wohl wichtigste Neubesetzung betrifft aber den Flugbetrieb von AUA und Tyrolean, der bekanntlich zusammengelegt wird und zwar unter Führung von Gaudenz Ambühl. Der frühere Swissair-Pilot gehörte bis 2010 als Chief Operating Officer (COO) dem Vorstand der Swiss an und trat dann in den Ruhestand. Er soll zunächst Geschäftsführer der neuen Flugbetriebsgesellschaft von AUA und Tyrolean und später im Vorstand Peter Malanik ersetzen, dessen Vertrag Ende 2012 ausläuft und nicht verlängert wird. Ambühl ist ein Vertrauter von Lufthansa-Chef Christoph Franz, mit dem er gemeinsam die Swiss saniert hat. Dort setzte Ambühl ein radikales Kostensenkungsprogramm durch, strich unrentable Strecken und verkleinerte die Zahl der Mitarbeiter. Bereits seit einigen Monaten arbeitet er als Berater von AUA-CEO Jaan Albrecht.

Emirates mit Rekordumsatz aber weniger Gewinn

Heute wurden die mit Spannung erwarteten Geschäftszahlen von Emirates Airline für das Geschäftsjahr 2011/2012 (per Ende März) bekannt gegeben. Die Airline aus Dubai konnte demnach das Jahr mit einem Gewinn in Höhe von 409 Mio. US-Dollar abschließen. Das bedeutet ein Minus von 72,1 Prozent im Vergleich zum Finanzjahr 2010/2011. Verantwortlich dafür sind laut Ahmed bin Saeed Al Maktoum, Chairman und Chief Executive (CEO), die stark angestiegenen Treibstoffpreise (plus 44,4 Prozent), die mit 6,6 Mrd. Dollar ein Rekordniveau erreicht haben.

Der Umsatz von Emirates Airline erreichte hingegen ein Rekordhoch und stieg um 14,9 Prozent auf 17 Mrd. Dollar. Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 34 Millionen Passagiere befördert, ein Plus von 8 Prozent. Der Passagier-Sitz-Faktor ist mit 80 Prozent sehr stabil und annähernd gleich gegenüber 2010/2011.

Die Sitzkapazität (Available Seat Kilometres – ASK) wurde insgesamt um 9,8 Prozent erweitert. Der Durchschnittsertrag 2011/2012 pro Passagier (Yield) stieg um 7,8 Prozent auf 8,3 US-Cents pro RPK (Revenue Passenger Kilometres).

Eröffnungs-Pleite! Berlin Airport sperrt nicht auf

Nur rund drei Wochen vor dem geplanten Termin wurden am Dienstag dieser Woche Airlines und Passagiere darüber informiert, dass die Eröffnung des neuen Flughafens Berlin-Brandenburg (BER) nicht wie vorgesehen am 3. Juni stattfinden wird. Es gebe Probleme mit dem Brandschutz. Laut Lufthansa, Air Berlin und Easyjet traten aber auch unzählige Schwierigkeiten bei Probeläufen beim Check-in, beim Gepäck oder beim Boarding auf.

Bei der Verschiebung geht es aber nicht um Tage sondern um Monate. Flughafenchef Rainer Schwarz: „Wir stoppen den Umzug aus Tegel. Eine Eröffnung wird es erst nach der Sommerpause geben.“ Man spricht von der zweiten Augusthälfte.

Die Verzögerung wird nach Medien-Informationen pro Monat Kosten in Höhe von 15 Mio. Euro verursachen. Weltweit müssen Airlines (sie verbinden Berlin mit knapp 150 Zielen in 50 Ländern) ihre Planungen wieder revidieren, allen voran Air Berlin, Lufthansa und Easyjet, die den des Willy-Brandt-Flughafen (BER) am intensivsten nutzen werden.

Die kurzfristige Terminverschiebung ist auch insofern eine Katastrophe, als bereits wichtige Weichenstellungen dazu bereits seit fünf Wochen erfolgt sind und viele dafür notwendige Dinge bereits voll im Laufen sind. Nun heißt es für alle wieder „Kommando retour“. Die 10.000 Gäste für die große Eröffnungsfeier am 24. Mai wurden bereits wieder ausgeladen. Der neue Flughafen soll eine Startkapazität von 27 Millionen Passagieren haben.

AUA Quartalsverlust auf Vorjahresniveau, Swiss verliert weiße Weste

Austrian Airlines konnte im 1. Quartal 2012 (Jänner bis März) ihr Ergebnis zwar nicht verbessern, mit -67 Mio. Euro aber nahezu halten (-4,7 Prozent). Die Passagierzahl stieg um 10,1 Prozent auf rund 2,4 Mio. Gäste. Der Angebotsausweitung von 6,4 Prozent stand ein Absatzwachstum von 9,8 Prozent gegenüber. Die Auslastung stieg um 2,1 Punkte auf 70,6 Prozent, auch der Umsatz kletterte um 7,3 Prozent auf 441 Mio. Euro. Aufgrund des erhöhten Treibstoffpreises reduzierte sich das operative Ergebnis jedoch auf –67 Mio. Euro (– 4,7 Prozent). Belastend wirkte zudem die volle Wirksamkeit der im April 2011 in Österreich eingeführten Luftverkehrsteuer.

Die Konzernschwester Swiss verlor im 1. Quartal ihre weiße Weste, hohe Rohölpreise und die Folgen des starken Schweizer Franken belasteten das Ergebnis. Swiss verzeichnete dadurch einen operativen Verlust von 6 Mio. Euro, gegenüber einem Gewinn von 17 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Der Umsatz stieg um 11 Prozent auf 967 Mio. Euro. Der hohe prozentuale Anstieg resultiert dabei in erster Linie aus dem stark variierenden Umrechnungskurs des Schweizer Franken in Euro, der im Durchschnitt um 6,5 Prozent aufwertete. Die Anzahl der Swiss-Passagiere konnte in den ersten drei Monaten um 4,9 Prozent auf 3,8 Millionen erhöht werden.

Lufthansa verliert ihren Finanzvorstand

Lufthansa-Finanzvorstand Stephan Gemkow (52), seit Jahren ein zentrales Mitglied ihrer Führungsriege des Airline-Konzerns und seit Juni 2006 dessen CFO, hat den Aufsichtsrat um die vorzeitige Auflösung seines Vertrages gebeten. Der Grund: Gemkow soll die Leitung des Duisburger Familienkonzerns Haniel (u.a. Metro) übernehmen. Dort wird er Stefan Kluge nachfolgen, der das Unternehmen verlassen wird. Gemkow soll die Haniel-Gruppe wieder auf Kurs bringen, deren wichtigste Beteiligungen Metro und der Pharmagroßhändler Celesio zuletzt Probleme bereiteten. An diesen beiden Beteiligungen war Kluge letztendlich gescheitert. Wer Stephan Gemkow bei Lufthansa nachfolgen wird, steht derzeit noch nicht fest.

Stephan Gemkow stand 2009, als es um die Übernahme der AUA ging, diesem Vorhaben kritisch gegenüber und hat sich intern immer wieder dagegen ausgesprochen, weil er um das Rating der Lufthansa besorgt war. Ihm war klar, dass damit ein enormer Brocken zu schlucken sein werde. Anders als die fünf Jahre zuvor übernommene Swiss habe die AUA kein Grounding erlebt und sei „trotz bereits ergriffener Maßnahmen noch nicht so weit bei der Sanierung.“ Am Ende kam es bekanntlich noch weit schlimmer.

Weltpremiere für Tourismus-Kampagne der USA

„Brand USA“- eine Kooperation privater und öffentlicher Stellen - startet eine erste gemeinsame Werbeaktivität für die touristische Vermarktung in ausländischen Quellmärkten. Vorgestellt wurde sie exklusiv am diesjährigen Pow Wow, der größten touristischen Fachmesse in den USA, die vom 21. bis 25. April 2012 in Los Angeles über die Bühne ging. T.A.I. war vor Ort dabei. „Die USA haben seit ihrer Gründung vor 236 Jahren noch nie eine nationale Destinationskampagne für ihre touristischen Angebote gehabt. Dies ist nun mit Brand USA anders“, erklärt Stephen J. Cloobeck, Präsident von Brand USA in Los Angeles.
Vor rund 18 Monaten gegründet, hat sich diese Institution von aktuell rund 200 touristischen Partnern (Städte, Regionen, Transportunternehmen, Hotels, etc.) und öffentlichen Stellen zur Aufgabe gemacht, das Land und seine vielfältigen Angebote potentiellen Gästen auf der ganzen Welt näher zu bringen. Der erste Teil dieser gemeinsamen Werbekampange startet am 1. Mai 2012 in den Märkten Kanada, Japan und Großbritannien mit einem Budget von rund 10 Mio. Euro für die ersten drei Monate. Finanziert wird die Kampagne zum Teil auch durch die ESTA-Gebühren (Electronic System for Travel Authorization). In einem nächsten Schritt sollen weitere Märkte wie Brasilien, Südkorea und einige Länder in Europa folgen.
Getragen wird die Kampagne von 60-, 20- und 15 Sekunden TV-Spots (www.youtube.com/discoveramerica) mit dem Song „Land of Dreams“, weiters mit Printinseraten in Magazinen und Zeitungen, durch Plakataktionen sowie einer starken Präsenz auf Social Media-Plattformen.

Tourismus-Awards: Die Gewinner des T.A.I. Werbe Grand Prix

Die Spannung war groß, das Rennen um den 26. T.A.I. Werbe Grand Prix ist entschieden. Die sechs Swarovski Kristall-Awards „Blick in die Welt“ gehen an: n.b.s hotels & locations (Kataloge Hotellerie, Messen etc.) , Vorarlberg Tourismus (Kataloge Destinationen), Aldiana (Kataloge Reiseveranstalter), elements.at New Media Solutions (Websites), holiday autos (Plakate) und an SalzburgerLand Tourismus (TV-Spots).

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AIDA-Chef wird neuer CEO von Costa Kreuzfahrten

Einen Wechsel an der Spitze gibt es bei Costa Kreuzfahrten: der Chef des Tochterunternehmens der Carnival Corporation, Pier Luigi Foschi, wird Anfang Juli mit dem Erreichen der Altersgrenze von 65 Jahren als CEO zurücktreten. Dem Unternehmen bleibt er aber verbunden, da er künftig als Chairman (Aufsichtsratsvorsitzender) und Managing Director der Costa Gruppe sowie als Mitglied des Vorstandes der Carnival Corporation tätig sein wird.

Sein Nachfolger als Costa-CEO wird Michael Thamm, Chef von AIDA Cruises. Diese wird trotzdem in seinem Verantwortungsbereich verbleiben, denn zur Costa Gruppe gehören neben Costa Crociere und Ibero Cruises auch die AIDA Cruises. Thamm wird als Mitglied des Board of Directors von Costa sein Amt in Genua ausüben. Auch Thamms Nachfolger bei AIDA in Rostock steht bereits fest: es ist Michael Ungerer, langjähriges Mitglied der AIDA Geschäftsleitung.

Zurück zu Pier Luigi Foschi: als Chairman von Costa wird er für die Beziehungen des Unternehmens zu Behörden und staatlichen Stellen verantwortlich sein, zur Klärung der mit dem Unfall der „Costa Concordia“ zusammenhängenden Fragen beitragen sowie einige strategische Projekte führen.

Alles zu Tyrolean - grünes Licht für AUA „Plan B“

Wie zu erwarten war, hat der Aufsichtsrat von Austrian Airlines heute den Übergang des Flugbetriebes von der AUA auf die 100 prozentige Tochter Tyrolean Airways beschlossen. Termin dieses Betriebsübergangs ist frühestens der 1. Juli. Mit diesem Beschluss wurde der letzte Baustein des 220 Mio. Euro schweren Restrukturierungsprogramms gelegt, mit dem die Lufthansa-Tochter wieder in die Gewinnzone zurückkehren soll. Austrian Airlines CEO Jaan Albrecht spricht von einer „Zukunftsperspektive“ für das Unternehmen, das durch diese Lösung wieder „wettbewerbsfähiger aufgestellt sein“ wird.

Für Kunden wird sich durch den Betriebsübergang nichts ändern. Betroffen sind hingegen die Mitarbeiter des AUA-Flugbetriebs (600 Piloten und 1.500 FlugbegleiterInnen). Laut AUA-Aussendung ändert sich für sie in punkto Arbeitsumgebung und Gehalt nichts, es gibt aber gegenüber bisher abgeflachte Gehaltsanstiege.

Für die Überführung des Flugbetriebs zu Tyrolean wurde bereits im März eine Projektorganisation gebildet. Ziel dieser Arbeitsgruppen aus beiden Unternehmen (also AUA und Tyrolean) ist es, bis Jahresende den gemeinsamen Flugbetrieb ohne Doppelgleisigkeiten zu organisieren.

Draskovits geht, Peterleithner neuer ÖRV-Präsident

Die heutige Generalversammlung des ÖRV (Österreichischer Reisebüroverband) hat einen Wechsel an der Spitze gebracht. Der bisherige ÖRV-Präsident Norbert Draskovits trat nicht mehr für eine weitere Amtsperiode an. Aus der Wahl ging TUI Österreich Konzernsprecher Josef Peterleithner hervor, der der die einzige eingereichte Wahlliste anführte. Zum Vizepräsidenten wiedergewählt wurde Gunther Hölbl (Kuoni), Felix König (Raiffeisen Reisewelt) fungiert wie bisher als Kassier, Gerhard Aigner (Verkehrsbüro Business Travel) ist neuer Schriftführer.

Draskovits begründete seinen Abschied als Präsident u.a. mit der „mangelnden Unterstützung durch einzelner Mitglieder in Ausschüssen.“ Es sei „besser, wenn ich nicht mehr kandidiere.“ Hintergrund ist die starke Expansion des von Draskovits geführten Geschäftsreiseanbieters BCD-Travel, der zuletzt Dank besserer Konditionen (begründet durch die technischen Vorteile, die BCD bietet) einige große Etats gewonnen hat. Diese Akquisitionen hatten zu Auseinandersetzungen mit anderen Geschäftsreise-Anbietern geführt und für Draskovits die Arbeit als ÖRV-Präsident erschwert. BCD-Geschäftsführer Draskovits setzte deshalb jetzt seine Prioritäten: „Ich muss mich für mein Unternehmen frei am Markt bewegen können.“

Zurück zum neuen Vorstand: ihm gehören noch Hannes Schwarz (CWT Travel), Fred Wellenhofer (Raiffeisen Reisen), Ioannis Afukatudis (Thomas Cook Austria), Christian Bruckmüller (Jumbo Touristik), Edward Gordon (Fachverbandsobmann der Reisebüros), Gregor Kadanka (Mondial Reisen), Alexander Richard (Clombus Reisen) sowie als Ersatzmitglieder Ulli Soukop (Costa), Wilfried Kropp (Amadeus) und Dietmar Heinz Tomaschko (Reisestudio Ikarus) an.

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