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Vorsicht Tiefflieger! Alltours im Preiskeller

Um bis zu 12,5 Prozent senkt der Duisburger Veranstalter das Preis-Niveau für den Sommer 2010 – in Österreich wird der Passagier-Höhenflug unvermindert fortgesetzt

Auch Alltours kann nicht zaubern. Das im Oktober zu Ende gehende Geschäftsjahr 2008/2009 wird mit einem Umsatzminus abschließen, das mit -6 Prozent um einiges schlechter ausfällt, als Alltours Geschäftsführer und Gründer Willi Verhuven noch im Juli für das Gesamtunternehmen (Deutschland, Schweiz, Österreich und Holland) geschätzt hatte. Damals war er sogar von einem Umsatzplus für das laufende Geschäftsjahr von 2 Prozent ausgegangen, ermutigt durch die starke Aufholjagd seit März, nachdem im Dezember und Jänner die täglich eingehenden Buchungen um bis zu 30 Prozent eingebrochen waren. Doch der rasante Zwischenspurt – die Buchungen in der zweiten Juni-Hälfte lagen um mehr als 28 Prozent über dem Vorjahresjuni – war bald zu Ende.

Es wäre nicht Willi Verhuven, würde er auch dieser Situation nicht noch etwas Positives abgewinnen: „Wir werden wirtschaftlich gestärkt aus dem Branchenkrisenjahr 2009 hervorgehen, weil wir besser abgeschnitten haben als die Mitbewerber“, betont er. Damit hat er nicht unrecht: laut TUI Travel sind die Sommerumsätze in Deutschland um 12 Prozent zurückgegangen, in Österreich um 15 Prozent, in der Schweiz um 19 und in Holland um 11 Prozent. Bei Thomas Cook waren die Buchungen in Deutschland um 12 Prozent rückläufig.

Das Alltours Umsatz-Minus wäre noch stärker ausgefallen, wären da nicht die erfolgreichen Aktivitäten in Österreich, der Schweiz und Holland. In Österreich konnte die Zahl der Reisegäste von 58.000 im Vorjahr auf 67.000 gesteigert werden. In der Schweiz buchten 16.000 Reisende (Vorjahr: 14.500) und in den Niederlanden gab es ein Gästeplus von 25 Prozent auf 78.000. Das ist erfreulich, doch insgesamt gesehen liegt das Aufkommen noch unter zehn Prozent gemessen am Gesamtvolumen (1,65 Mio. Passagiere im Vorjahr).

Auch die Erholung wird – wie generell in der Branche – nur langsam erfolgen. So ist der Buchungsverlauf für die Wintersaison eher verhalten, im Vergleich zur Sommersaison 2009 aber auf einem weitaus höheren Niveau, gestartet. Derzeit liegen die Tageseingänge über denen des Winters 2008/09. Insgesamt hinkt der Alltours-Winter aber noch hinter dem Buchungsstand des Vorjahres her. Um das angepeilte Plus von 3,5 Prozent bei den Winter-Gästezahlen zu erreichen, muss sich somit noch einiges tun.

Dasselbe gilt für den Sommer, denn Verhuven will im neuen Geschäftsjahr 2009/2010 einen Umsatzzuwachs von 5 Prozent erreichen. Die Basis dazu wurde mit „sehr preisaggressiven und familienfreundlichen Angeboten“ (Verhuven) gelegt, die um bis zu 12,5 Prozent niedriger angesetzt wurden (durchschnittlich um 7,5 Prozent), als im heurigen Sommer. Die Kinderfestpreise (ab 165 Euro) wurden nochmals um bis zu 13 Prozent gesenkt. Verhuven: „Vierzig Prozent unseres Buchungsaufkommens entfällt auf Familien.“ Zu den Preisanreizen kommen enorme Vergünstigungen für Frühbucher (bis zu 39 Prozent Preisvorteil sowie kostenfreies Rücktrittsrecht bis 31.Dezember 2009).

Von der Produktseite her wurden deutlich mehr Hotels exklusiv unter Vertrag genommen, erstmals findet man auch Premium DeLuxe Hotels in den Katalogen (DeLuxe Hotels gibt es seit fünf Jahren bei Alltours). Im Bereich Cluburlaub werden im kommenden Sommer 26 Club Alltouras angeboten. Das Fernreisenprogramm wird nach der erfolgreichen Premiere im Winter auch im Sommer um die Malediven erweitert.

Offensiv gibt sich Alltours auch beim Flugangebot. Dieses wird von heuer 1.929 wöchentlichen Abflügen im kommenden Sommer um ein Fünftel auf 2.327 erweitert. Auch die Zahl der Vollcharter-Flüge wird dabei gesteigert. In Österreich stieg die Zahl der Abflüge pro Woche sogar um 43,5 Prozent auf 234 (Vorjahr 163). Als Partner fungieren vor allem FlyNiki und Lauda Air. Insgesamt (Deutschland, Schweiz, Österreich und Holland) werden in den neuen Sommerkatalogen von alltours 36 Abflughäfen und 45 Zielflughäfen angeboten.

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