Die Dachmarke ‚Advent Austria’ nutzt wie keine andere die Vorweihnachtszeit, um den Gast emotional zu binden
Als Plattform zur Pflege und Vermarktung traditioneller österreichischer Adventorte ist Advent Austria vor sechs Jahren als Arbeitsgemeinschaft angetreten. Dank der Initiative Regina Kropffs ist daraus mittlerweile eine erfolgreiche Dachmarke geworden. Die 40-jährige Steirerin ist überzeugt, dass „den Charme Österreichs genau das ausmacht, dass der Gast sehr emotional an die Wurzeln, lokalen Bräuche, Spezialitäten und Eigenheiten herangeführt wird.“ Als Dachmarke könne man da einiges bewegen, sagt Kropff, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den traditionellen Advent in vielen Orten erlebbar und buchbar zu machen.
Vordergründig ist Advent Austria laut Regina Kropff eine Internet-Plattform, mit dem Ziel, Orte und Veranstalter darin zu unterstützen, ihr lokales Angebot eines traditionellen, österreichischen Advents zu kommunizieren. Schwerpunkte sind dabei zum einen ein Veranstaltungskalender, zum anderen die Vorstellung der Orte und ihrer Besonderheiten unter besonderer Betonung von Familien- und Kinderangeboten. Weiters bietet Advent Austria umfangreiche Erfahrungen in der Konzeption erfolgreicher touristischer Adventorte wie z.B. dem Wolfgangseer Advent. Mit seinem durchschlagenden Erfolg hatte auch alles angefangen. Kropff: „Daraufhin haben sich zahlreiche Orte gefunden, die ebenfalls ihre Traditionen potenziellen Gästen zugänglich machen wollten.
„Immer mehr Menschen sehnen sich nach den Werten und der Stimmung des traditionellen Advent“, betont Kropff. Eine Entwicklung, die sich auch in den Besucherzahlen in den Orten von Advent Austria widerspiegeln würde. Kropff: „Unser Ziel ist es, die Menschen auf dieses alternative Angebot, abseits vom Rummel der Einkaufszentren, aufmerksam zu machen.“ Einen Schwerpunkt legt Advent Austria auf traditionelle handwerkliche Produkte und altes Liedergut. Bad Gleichenberg, Großarltal, Innsbruck, Lienz, Mariazell, Pietztal und Steyr gehören aktuell zur Plattform, für eine Ortspräsenz investieren diese jährlich ca. 450 Euro, Einzelveranstaltungen kosten entsprechend weniger. „Das Kriterium ist ein traditioneller Zugang zum Advent und eine hohe Qualität im Angebot“, so Regina Kropff.
Aufgrund der Umstellung von einer ARGE auf eine Dachmarke und dem Wegfall der Förderungen habe sich das Wesen von Advent Austria allerdings verändert, erläutert die Inhaberin der Plattform. War die Kooperation davor auf vier Orte mit hohem budgetärem Einsatz beschränkt, ist man jetzt auf der Suche nach starken Partnern. Kropff: „Uns steht nur das zur Verfügung, was die Orte bereit sind zu leisten.“ Fördermittel beziehe Advent Austria keine, entscheidend sei deshalb ein erfolgreiches Marketing. Abgesehen von Presseaussendungen und Internetmaßnahmen erarbeitet das Team um Kropff gerade eine umfangreiche Kooperation „mit einer sehr großen, österreichweiten Tageszeitung.“
Kropff: „Es gibt offenbar immer mehr Menschen, die große Sehnsucht nach Altvertrautem und Tradition haben. Das merken wir gerade heuer am Interesse der Medien besonders.“ Im Sinne der Orte und der Dachmarke steht deshalb der Aufbau langfristiger Kooperationen im Vordergrund. Kropff, die die Plattform von Graz aus betreut, hat eine ambitionierte Vision: „Wenn es nach mir geht, soll Advent Austria das Amazon des traditionellen Österreichischen Advents werden. Eine Plattform, die den Menschen Freude bereitet und echte Alternativen bietet, wo jeder seinen Lieblingsort findet, um mit der Familie diese schöne Zeit zu begehen.“
Obwohl nicht Gründerin, kam der Grazerin Kropff die Idee zu Advent Austria. Auf einer winterlichen Fahrt ins nachbarliche Bundesland Kärnten erkannte sie, dass die traditionellen Sommertourismusorte im Winter völlig ungenutzte Kapazitäten böten. Der nächste Schritt war dann mit Klaus Hulatsch gemeinsam eine Art Lokalaugenschein, wo die beiden zahlreiche Orte in ganz Österreich auf „Tauglichkeit“ analysierten, fanden und ansprachen. „Keine Zeit im Jahr eignet sich besser, um den Gast emotional zu binden, als die Adventzeit“, ist Regina Kropff überzeugt. Dass gerade zu dieser Zeit nicht gerade gespart werde, sei da für Orte mit einem entsprechenden Angebot kein Nachteil.
Von der Arbeitsgemeinschaft zur erfolgreichen Dachmarke
Die ARGE Advent Austria wurde 2003 von den Orten St. Wolfgang, Velden, Seefeld und Mariazell gegründet. Ihr Ziel war eine Saisonverlängerung. Klaus Hulatsch initiierte gemeinsam mit Daniela Schwarz die ARGE, unterstützt von Regina Kropff als Mitarbeiterin. Nach dem Auslaufen der Förderungen wurde die ARGE aufgelöst und 2007 als Dachmarke von Regina Kropff übernommen. Der Sitz von Advent Austria ist gegenwärtig in Graz, wo Kropff die Werbeagentur keingrammelfett betreibt.
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