Spanair-Pleite reißt SAS wieder in rote Zahlen
Es war fast eine Bilderbuch-Sanierung, die der SAS-Group in den zurückliegenden drei Jahren gelungen ist. Noch zum Jahreswechsel stand fest, dass 2011 erstmals wieder mit einem Gewinn abschließen werde. Doch dann schlitterte Spanair in die Pleite, weshalb die 10prozentige Beteiligung abgeschrieben werden muss und dies natürlich bereits für das Geschäftsjahr 2011. Statt einen EBT (Ergebnis vor Steuern) in Höhe von umgerechnet 10,65 Mio. Euro (2010 noch Verlust von -50,33 Mio. Euro) steht nun Dank des negativen Sondereffektes durch Spanair in Höhe von 193 Mio. Euro ein neuerlicher Verlust von 184,7 Mio. Euro in den Büchern.
Konzernchef Rickard Gustafson spricht trotzdem von einem insgesamt positiven Resultat für Scandinavian Airlines. Positiv entwickelte sich auch die norwegische Low Cost-Tochter Wideröe hervor, dagegen schrieb deren finnisches Pendant Blue1 hohe Verluste.
Von den drei Airlines der SAS-Group ist Scandinavian Airlines die größte. Der Umsatz erreichte 4,17 Mrd. Euro, das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen) kam bei 108 Mio. Euro zu liegen.
Widerøe erwirtschaftete einen Umsatz von umgerechnet 428,5 Mio. Euro und konnte damit ein EBIT in Höhe von 49,4 Mio. Euro einfliegen.
Als kleineste im Bunde kam Blue1 im Vorjahr auf 188,14 Mio. Euro, flog aber weiter tief in den roten Zahlen und schloss mit einem negativen EBIT von -54,7 Mio. Euro ab.




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