Gulet-Offensive rund ums Mittelmeer
Preisaggressiv in Richtung Sommer
Traditionell Ende November lässt Österreichs Nummer 1 unter den Pauschalreiseveranstaltern, die Gulet Touristik, ihre Katalog-Flotte für den jeweils kommenden Sommer vom Stapel. Am Dienstag dieser Woche war es wieder soweit. Wer angesichts von Euro-Krise und bevorstehender Wirtschaftsflaute ein defensives Vorgehen erwartet hatte, sah sich positiv überrascht: nachdem das Angebot bereits für den Sommer 2011 deutlich ausgeweitet wurde, steht auch der Sommer 2012 im Zeichen einer Expansion, diesmal mit deutlichem Fokus auf der Mittelstrecke. Die Ziele sind hoch gesteckt: konnten heuer im Sommer trotz bekannter Krisen-Faktoren das Volumen auf Vorjahresniveau gehalten und die Deckungsbeiträge (DB) erhöht werden, will Gulet-Produktverantwortlicher Affan Kay 2012 beides nicht nur halten sondern weiter steigern: „Das steht außer Diskussion.“
Die Basis, um dies zu erreichen, wurde mit den neuen Programmen soeben gelegt. Mit 11 Katalogen (darunter 4 Spezialkataloge) gibt es zwar unverändert viele, doch das darin zusammengefasste Angebot ist mit 1.217 Hotels (heuer waren es 1.180) erneut gewachsen. Damit liegt Gulet Touristik wieder knapp an ihrem Höchstwert aus dem Sommer 2007 (damals gab es 2.148 Hotels im Angebot) und weit über jenen 999 Häusern im Sommer 2009, als Österreichs größte Veranstalter-Marke nach Fusion der World of TUI mit First Choice wieder auf Kurs gebracht wurde. Seine Stärke bezieht die Gulet Touristik nicht zuletzt aus dem Umstand, dass im Unterschied zu den meisten Mitbewerbern die Produktion in Österreich und nicht in Deutschland erfolgt. Diesen Vorteil streicht der Veranstalter deutlicher heraus als je zuvor und zwar auf den neu gestalteten Einlaufseiten in allen Katalogen. Auf denen befindet sich in großen Lettern zu jedem der darin angeschnittenen Themen der Hinweis „Made in Austria“.
Mit einem im Großformat und in legerer Kleidung am Strand abgebildeten Geschäftsführer Sena Uzgören sowie einer namentlichen Vorstellung aller Produktleiter (die lässig in Liegestühlen abgebildet wurden) wird zusätzlich unterstrichen, dass es sich um ein in Österreich zusammengestelltes Veranstalter-Angebot handelt. Affan Kay: „Es ist auf die Bedürfnisse der Österreicher angepasst, inklusive österreichischer Urlaubsbetreuer in den Zielgebieten.“ 140 MitarbeiterInnen aus Österreich stehen weltweit den Gulet Touristik-Gästen zur Verfügung. Nicht nur die Einlaufseiten sind neu gestaltet, sondern auch die Katalog-Cover: „Sie sind poppiger und lockerer“, schwärmt Affan Kay, womit die seit dem Vorjahr verfolgte Linie nochmals verfeinert wurde.
Wurde im Vorjahr sowohl auf der Mittelstrecke (damals 150 neue Häuser) als auch in der Ferne (um ein Fünftel mehr Hotels) expandiert, so konzentriert sich die Gulet Touristik im Sommer 2012 fast ausschließlich auf Wachstum im Bereich rund ums Mittelmeer. Nahezu alle 150 neuen Hotels für die nächste Saison sind dort zu finden (einige wurden auch ausgemustert, sodass das Netto-Wachstum der Häuser bei 37 Hotels liegt). Mit dem Südpeloponnes wurde die bereits 37. Mittelstrecken-Destination ins Angebot aufgenommen. Deutlich wachsen wird auch das Flugangebot: den heuer 350 wöchentlichen Abflügen zu 52 Zielflughäfen stehen im Sommer 2012 insgesamt 388 wöchentliche Abflüge zu 53 Destinationen gegenüber.
Die wollen natürlich mit Passagieren gefüllt werden, und das zu guten Deckungsbeiträgen. „Ich gehe davon aus, dass die die DBs halten können, obwohl wir sehr preisaggressiv kalkuliert haben“, sagt Affan Kay. So steigen die Preise quer durchs Angebot lediglich um durchschnittlich 1 Prozent, obwohl die zweimalige Erhöhung des Kerosin-Zuschlags und die heuer im April eingeführte Flugsteuer eine Erhöhung um 2 bis 3 Prozent erfordert hätten. Mehr über das Gulet-Angebot im kommenden Sommer und darüber, wie sich der Winter 2011/2012 anlässt, auf Seite 5 dieser T.A.I.


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