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Dom. Rep auf dem Weg zum Monaco der Karibik

Mit einer Vielzahl an Investitionen will die Insel ihr Image kräftig aufpolieren – mit Condor geht es im Winter nonstop ab Wien dorthin

Die Dominikanische Republik feilt an ihrem Image. Auf dem Programm stehen kräftige Investitionen in hochwertige Anlagen, Aktiv-Programme und Öko-Tourismus. Gekrönt wird alles durch die Pläne für ein „Monaco der Karibik“ in Cap Cana. Von all dem werden auch Österreichs Fernreisende profitieren, dank der von Condor im November gestarteten Nonstop-Flüge von Wien nach Punta Cana. Es ist die einzige Nonstop-Verbindung aus Österreich in die Karibik und sie kommt gut an: bereits in den vergangenen Wochen hat die Zahl der österreichischen Gäste um bemerkenswerte 70 Prozent zugelegt. Beflogen wird die Langstrecke bis Ende April immer mittwochs mit einer Boeing 767-300.

 

Die lokale Tourismuswirtschaft ist bestrebt, das bei den deutschsprachigen Gästen zuletzt verblasste Image der Inseldestination aufzupolieren und investiert kräftig in Qualität und Infrastruktur. Die Tourismusvereinigung Consejo de Fomento Túristico (CONFOTUR) brachte zuletzt 34 neue Projekte in touristischen Zentren auf den Weg, in welche in den nächsten Jahren 3,5 Mrd. Dollar investiert werden. Zu den größten Vorhaben zählen neue Kreuzfahrthäfen und Straßenverbindungen, der Ausbau von Flughäfen sowie die Sanierung der historischen Zentren von Santo Domingo und Puerto Plata. Auch in den auf der Insel boomenden Golf-Tourismus wird kräftig investiert. In Cap Cana an der touristisch bestens erschlossenen Ostküste entsteht das Luxus-Resort Eden Roc mit 6-Sterne-Hotel und einer Ferienvillen-Anlage der Superlative. Absicht der Investoren aus den USA, Spanien und der Dominikanischen Republik ist es, in Cap Cana das „Monaco der Karibik“ aus dem Hut zu zaubern.    


Mit derartigen Projekten soll der Aufwärtstrend der Dom.Rep abgesichert werden. Nach einem schwierigen Tourismusjahr 2009 hat sich der Markt schon 2010 sehr gut erholt, berichtet Carlos Batista vom Tourismusministerium der República Dominicana. Mit 4,6 Millionen ausländischen Besuchern verzeichnete die Inselrepublik im Vorjahr ein Plus von rund 4 Prozent. Der positive Trend setzte sich im ersten Halbjahr 2011 mit einem Zuwachs von 4,5 Prozent fort. Wichtigster Quellmarkt ist Nordamerika (und hier vor allem Kanada), gefolgt von Europa und Südamerika.    

Mehr Flüge (wie jener ab Wien von Condor) und neue Kreuzfahrtangebote bringen der Dominikanischen Republik ebenso wie den Bahamas und anderen größeren Karibik-Destinationen ein Plus an Besuchern. Die Ausgabefreudigkeit der Gäste ist jedoch geringer als früher, bedauert in diesem Zusammenhang Josef Forstmayr, Präsident der Caribbean Hotel & Tourism Organization: „Die im laufenden Jahr insgesamt steigende Zahl der Touristen schlägt sich leider nicht in entsprechenden Einkommenszuwächsen nieder. Wegen der wirtschaftlichen Unsicherheit sparen unsere Gäste bei den Nebenausgaben, wie Transportleistungen, Essen oder Unterhaltung”. Noch vor dem Außenhandel ist der Tourismus die größte Einnahmequelle des Landes. Er sichert rund einer Viertelmillion Inselbewohnern einen Arbeitsplatz. Die Deviseneinnahmen erreichten im Vorjahr 4,3 Mrd. US-Dollar (plus 4,6 Prozent). Die positive Bilanz ist, so Kristina Tauer, Pressekontakterin des FV-Amtes der Dom.Rep in Frankfurt, mit eine Folge der regen Investitionstätigkeit auf der Insel.

Aufgrund seiner politischen und sozialen Stabilität bietet das Land ein gutes Investitionsklima. Dadurch können die touristisch interessanten Regionen immer besser erschlossen werden. So floss bereits im Vorjahr knapp 1 Milliarde US-Dollar in den Ausbau der touristischen Infrastruktur. Ein Schwerpunkt liegt auf der Förderung des Ökotourismus. So wurde kürzlich das Naturschutzgebiet „Laguna de Bávaro” in Punta Cana im Osten der Insel eröffnet. 16 Prozent der Landesfläche, so Tour-Guide Francisco „Paco” Garrido Montalban, sind inzwischen Naturreservate. Auch immer mehr internationale Hotelketten zeigen Präsenz auf der Insel. Die Zahl der qualitativ hochwertigen Hotelzimmer hat sich auf 70.000 erhöht, womit die Dom.Rep ihre Stellung als führende Tourismusdestination der Karibik weiter festigt.

Sonnenscheingarantie an der Costa de Coco

Mit 255 Sonnentagen im Jahr und einer Durchschnittstemperatur von 27 Grad ist die Condor-Nonstop-Destination Punta Cana gerade im Winter ein gern besuchtes Reiseziel. Punta Cana und die benachbarte Playa Bávaro bieten eine 50 km lange Strandlinie. Diese wird wegen der schier endlosen Kokospalmenwäldchen, in die die zahlreichen Hotelanlagen eingebettet sind, auch gerne „Costa de Coco” genannt.
Zu den Höhepunkten einer Reise in die Dominikanische Republik zählt ein Besuch der Hauptstadt Santo Domingo mit seiner einmaligen, zum UNESCO-Kulturerbe erklärten Altstadt. Viele Gebäude stammen aus der ersten Blütezeit der Stadt kurz nach der Landnahme durch Kolumbus am 5. Dezember 1492 im Süden der Karibikinsel. Neben der Hauptstadt bietet sich das Hinterland der Insel für Exkursionen an, zu Kakao- und Kaffeefarmen oder in eines der vielen Naturreservate.

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