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Bustouristik-Slalom 2011 Vollgas mit Euro-Bremse

Deutschlands Bustouristik scheint heuer gut unterwegs zu sein. Das signalisieren die ersten Ergebnisse jener Untersuchungen, die im Vorfeld von Europas größter Fachmesse für Bustouristik, dem RDA Workshop in Köln (26. bis 28. Juli 2011), durchgeführt wurden. „Es sieht nicht schlecht aus“, so Michael Fleischhauer, Pressesprecher der RDA-Workshop GmbH, gegenüber T.A.I. Die bisherigen Rückmeldungen der von ihm durchgeführten Trend-Analyse (sie wird am 26. Juli auf dem Workshop präsentiert) zeigen dies deutlich. Fleischhauer ist überzeugt, dass das derzeit positive Konsumklima in der Bundesrepublik – es ist so gut wie seit fünf, sechs Jahren nicht mehr – auch auf den Workshop ausstrahlen wird. Bleiben als große Unbekannte der weitere Verlauf der Krise des Euro und deren Auswirkung auf das Kundenverhalten.

Erfreulich ist ungeachtet dessen die Tendenz für das Busreiseziel Österreich. „Wir stellen bei den Rückmeldungen einen Fortbestand der klassischen Destinationen fest und da gehört Österreich dazu. Es spielt bei den längeren Reisen, wie Erholungsreisen mit Beiprogramm sowie Rund-, Studien- und Bildungsreisen in der vorderen Liga mit. Das war seit Jahren so und daran wird sich nichts ändern“, so Fleischhauer, der die bisher vorliegenden Ergebnisse aufgrund der geringen Datenmenge mit Vorsicht behandelt: „Sie sind noch nicht wirklich aussagefähig, ich gehe aber nicht von dramatischen Veränderungen aus.“

Das bestätigt auch Christian Wagner, verantwortlich für die Unternehmenskommunikation beim größten Paketreise-Veranstalter Zentraleuropas, Service Reisen Giessen: „Im laufenden Jahr sind die Trends weiterhin die Nahziele, hier sind besonders Frankreich, Deutschland und Österreich gefragt.“ Als Verlierer 2011 sieht er – bedingt durch den schwachen Euro – die Schweiz mit ihrem harten Franken. Für Wagner „hervorzuheben ist, dass insbesondere Reisen mit ‚ungewöhnlichen‘ oder ‚besonderen‘ Extras nachgefragt werden – die Reiseveranstalter möchten sich zunehmend von der Masse abheben.“ Dieser Trend ist laut RDA-Sprecher Fleischhauer „nicht neu, aber er festigt sich“. Er sieht dadurch vor allem auch Chancen für jene Aussteller auf dem RDA Workshop, „die den Busunternehmern Vorschläge über entsprechende Beiprogramme unterbreiten.“ Auf dem großen Treffen der Bustouristik in Köln wird nicht nur eine erste Zwischenbilanz gezogen, sondern auch in die Zukunft geblickt. „Bis zum RDA-Workshop liegt der Fokus auf dem laufenden Jahr, ab dem Workshop auf dem Folgejahr“, so Wagner. Auch diesbezüglich sieht es nicht schlecht aus: „Für 2012 laufen die Vorbuchungen bereits sehr gut und deutlich über Vorjahr. Besonders Serien mit einheitlichem Hotelwunsch werden momentan gebucht.“

Was Österreichs Partner der Bustouristik zu bieten haben, darüber informieren folgende Seiten des traditionellen T.A.I.-Specials zum RDA-Workshop. Der Verlag hat dazu mit vielen Ausstellern (sowie auch mit Buspartnern, die diesmal nicht nach Köln reisen) gesprochen und interessante Feedbacks über die aktuellen Trends sowie Highlights für 2012 erhalten. Österreich ist in Halle 10.2 vertreten. Spannend wird sein, wie sich die Besucherzahlen heuer entwickeln. Im Vorjahr verbuchte Europas größte Fachmesse für Bustouristik ein kleines Plus von 2,2 Prozent auf 11.237 Fachgäste, die auf 1.157 Aussteller trafen. Laut Karin M. Kohls, Geschäftsführerin der RDA-Workshop Touristik-Service GmbH, hat dazu u.a. auch das seit einigen Jahren deutlich gestiegene Interesse aus dem Bereich der Reisebüros beigetragen. Die Messe wird 2012 noch früher stattfinden. Als Termin wurde der 17. bis 19. Juli 2012 fixiert.

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